Augsburger Altbauwohnungen haben einen unverwechselbaren Charakter: Stuck, Dielenböden, hohe Decken und Geschichte. Doch Bäder und Küchen aus den 60er bis 80er Jahren halten mit diesem Charme oft nicht mit. In diesem Projektbericht zeigen wir, wie wir eine denkmalgeschützte Wohnung im Textilviertel mit fugenlosen Oberflächen behutsam modernisiert haben – ohne die historische Substanz zu beschädigen.
Die Herausforderung: Denkmalschutz & Modernisierung
Die Eigentümer einer Jugendstil-Wohnung im Augsburger Textilviertel wandten sich an uns mit einem klaren Wunsch: Das Bad sollte modern, pflegeleicht und hell werden – ohne den Charakter des Hauses aus dem Jahr 1912 zu zerstören. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, was bedeutet: keine großen Eingriffe in die Bausubstanz, keine Veränderungen an der Raumstruktur.
Die Ausgangssituation war typisch für Augsburger Gründerzeit-Häuser: Dunkelbraune Fliesen aus den 1970er Jahren, ein unebener Untergrund durch Jahrzehnte der Setzung, und Fugen, die trotz regelmäßiger Reinigung unansehnlich geworden waren. Die Raumhöhe von 3,20 Metern war ein Schatz – den wollten wir durch eine fugenlose Lösung optimal zur Geltung bringen.
Warum Mikrozement im Altbau die beste Wahl ist
Mikrozement ist für Altbausanierungen nahezu ideal – aus mehreren Gründen. Erstens ist die Aufbauhöhe mit nur 2–3 mm extrem gering. Das ist entscheidend, wenn man historische Türschwellen, Dielenböden oder Stuckleisten erhalten möchte. Zweitens kann Mikrozement direkt auf bestehende Fliesen aufgetragen werden, sofern diese fest sitzen – kein Abriss, kein Lärm, kein Bauschutt.
Drittens ist Mikrozement auf Kalkbasis atmungsaktiv. Das ist im Altbau besonders wichtig: Alte Gemäuer "atmen" und brauchen Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Dampfdichte Fliesen können in Altbauten langfristig zu Schimmel hinter den Wänden führen.
Vorteile von Mikrozement im Altbau auf einen Blick
Die Umsetzung: Schritt für Schritt
Die Sanierung des ca. 8 m² großen Bades dauerte insgesamt 7 Werktage. Hier ist der genaue Ablauf:
Untergrundprüfung & Vorbereitung
Alle Fliesen wurden auf Hohlstellen abgeklopft. Lose Fliesen wurden entfernt und mit Ausgleichsmasse aufgefüllt. Anschließend wurde die gesamte Fläche mit einer Haftbrücke grundiert.
Armierungsgewebe einlegen
Ein Glasfasergewebe wurde in die erste Schicht Mikrozement eingebettet. Das verhindert, dass Risse aus dem Untergrund (im Altbau durch Setzung normal) an die Oberfläche durchschlagen.
Basisschichten auftragen
Zwei Lagen Basis-Mikrozement wurden per Glättkelle aufgetragen und zwischendurch geschliffen. Diese Schichten gleichen Unebenheiten aus und schaffen eine homogene Fläche.
Finish-Schichten & Farbgebung
Zwei Lagen Finish-Mikrozement in einem warmen Sandstein-Ton wurden aufgetragen. Jede Lage wurde von Hand geglättet – das erzeugt die charakteristische, lebendige Oberflächenstruktur.
Versiegelung
Drei Lagen PU-Versiegelung machen die Oberfläche vollständig wasserdicht und schimmelresistent. Die letzte Lage enthält einen leichten Seidenmatteffekt für ein edles Finish.
Zeitplan: Was Sie erwarten können
Der Zeitaufwand für eine Mikrozement-Sanierung im Altbau hängt von Untergrund, Fläche und gewählter Struktur ab. Als Orientierung:
| Leistung | Dauer |
|---|---|
| Mikrozement auf Wände (auf Fliesen) | 2–3 Tage/Bad |
| Mikrozement auf Boden (auf Fliesen) | 2–3 Tage |
| Dusche komplett (Wände + Boden) | 3–4 Tage |
| Komplettes Bad (bis 10 m²) | 5–8 Tage |
* Individuelle Angebote nach kostenloser Besichtigung vor Ort.
Das Ergebnis: Zeitloser Charme trifft moderne Funktionalität
Das fertige Bad im Augsburger Textilviertel ist ein Paradebeispiel dafür, wie fugenlose Oberflächen historische Räume aufwerten können. Der warme Sandstein-Ton der Wände harmoniert perfekt mit dem restaurierten Dielenboden im Flur. Die Raumhöhe von 3,20 Metern kommt durch die ruhige, fugenlose Fläche voll zur Geltung.
Die Eigentümer sind begeistert: "Endlich ein Bad, das zur restlichen Wohnung passt. Das Reinigen dauert jetzt nur noch fünf Minuten – und es sieht immer aus wie frisch renoviert."
"Wir hatten Bedenken, ob Mikrozement wirklich zu unserem Altbau passt. Martinec hat uns mit Musterplatten überzeugt und die Arbeit war sauber, pünktlich und das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen. Das Bad sieht aus wie aus einem Architekturmagazin."
Klaus & Monika W.
Augsburg-Textilviertel, Februar 2026
5 Tipps für Altbau-Sanierungen in Augsburg
Denkmalschutz vorab klären
Sprechen Sie vor Beginn der Planung mit dem Stadtplanungsamt Augsburg (Untere Denkmalschutzbehörde). Mikrozement gilt in der Regel als reversible Maßnahme und ist problemlos genehmigungsfähig.
Untergrund professionell prüfen lassen
Im Altbau ist der Untergrund selten perfekt eben. Eine professionelle Untergrundprüfung vor Ort ist unerlässlich – sie entscheidet über Aufwand und Preis.
Atmungsaktive Materialien wählen
Setzen Sie auf Mikrozement auf Kalkbasis statt auf Kunstharz-Varianten. Kalk ist diffusionsoffen und verträgt sich mit der alten Bausubstanz.
Farbton mit dem Bestand abstimmen
Lassen Sie sich Musterplatten vor Ort zeigen. Die Wirkung von Farbtönen hängt stark vom Lichteinfall ab – besonders in Altbauten mit kleinen Fenstern.
Referenzen in Augsburg anfordern
Fragen Sie Ihren Handwerker nach Referenzprojekten in Augsburg. Wir zeigen Ihnen gerne abgeschlossene Projekte in Ihrer Nähe.
Häufige Fragen zu Mikrozement im Altbau
Kann Mikrozement direkt auf alte Fliesen aufgetragen werden?
Ja – in den meisten Fällen. Voraussetzung ist, dass die Fliesen fest sitzen und keine Hohlstellen haben. Eine Haftbrücke und ein Armierungsgewebe sorgen für dauerhaften Verbund. Das spart Schmutz, Lärm und Kosten gegenüber einem kompletten Fliesenabriss.
Ist Mikrozement im Altbau wirklich wasserdicht?
Mit der richtigen Versiegelung (2–3 Lagen PU-Lack) ist Mikrozement vollständig wasserdicht – auch in Duschen und Nassbereichen. Wichtig ist eine fachgerechte Ausführung der Anschlüsse an Abflüsse und Wände.
Wie lange dauert eine Badsanierung mit Mikrozement?
Ein typisches Altbau-Bad (ca. 6–10 m²) ist in 5–8 Werktagen fertig. Dazu kommen 24–48 Stunden Trocknungszeit nach der letzten Versiegelung, bevor das Bad wieder genutzt werden kann.
Welche Farben sind für Augsburger Altbauten besonders geeignet?
Warme Erdtöne (Sandstein, Lehmbeige, Terracotta) harmonieren hervorragend mit historischer Bausubstanz. Für moderne Kontraste eignen sich auch kühle Grautöne. Wir beraten Sie gerne mit Musterplatten vor Ort.
Gibt es Fördermittel für die Sanierung im Denkmalschutz?
Ja – das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Stadt Augsburg bieten Förderprogramme für denkmalgerechte Sanierungen. Mikrozement wird in der Regel als reversible, substanzschonende Maßnahme anerkannt. Sprechen Sie vorab mit Ihrer Denkmalschutzbehörde.
Wohnen Sie im Altbau in Augsburg?
Wir kommen zu Ihnen und prüfen Ihre Gegebenheiten vor Ort. Kostenlose Erstberatung, Musterplatten inklusive.

